Wir hören überall vom Klimawandel: in den Medien, von internationalen Organisationen und von Politiker*innen. Wir können ihn hier sogar selbst wahrnehmen: heißere Sommer, weniger Schnee im Winter. Doch die Veränderungen gehen weit über das Wetter hinaus. Der umfassendere soziale und ökologische Wandel, der notwendig ist, um eine gerechte und nachhaltige Zukunft aufzubauen, ist bereits im Gange – auch hier in Südtirol, auf viele sichtbare und weniger sichtbare Arten.

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie Apfelwiesen das Klima beeinflussen? Warum im Ultental neue Wasserkraftanlagen geplant sind? Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Treibhausgase über Bozen messen? Oder welche langfristigen Auswirkungen der Sturm Vaia hat?

Unsere Walk & Talk-Reihe lädt euch ein, diese Fragen genau dort zu erkunden, wo sie sichtbar werden.

Begleitet uns auf einer Reihe geführter Spaziergänge, die von lokalen Expert*innen geleitet werden und ihr Wissen mit euch teilen. Gemeinsam schauen wir uns an, wie der Klimawandel – und unsere Reaktionen darauf – bereits jetzt die Landschaft, die Wirtschaft und die Gesellschaft um uns herum prägen.



27. 05.2026, Ritten
Wälder
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CO₂-Monitoring in den Wäldern

Treffpunkt: Pemmern (Talstation Seilbahn), um 17:30 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Im italienische Sprache

Wälder sind bedeutende Kohlenstoffsenken… aber wusstest du, dass sie auch Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben? Lies mehr!

Diese Austauschprozesse, die wir als den „Atem des Waldes“ beschreiben können, entstehen durch einen natürlichen Prozess: Tagsüber nimmt der Wald Kohlenstoff auf, den er sowohl tagsüber als auch nachts teilweise wieder abgibt.
Um diese Mechanismen besser zu verstehen, überwachen Expert*innen der Universität Bozen und der Forstbehörde der Provinz seit über 25 Jahren die CO₂-Emissionen in Wäldern.

Wer wird uns bei der Wanderung begleiten. Finde es heraus!

Leonardo Montagnani
Professor an der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften

Dr. Leonardo Montagnani erforscht die Wechselwirkungen zwischen natürlichen bzw. kultivierten Ökosystemen und der Atmosphäre, insbesondere im Hinblick auf die Netto-Kohlenstoffbilanz von Wäldern

Maurizio Ventura
Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften
Unterstützt agronomische und ökologische Forschungsaktivitäten.

Alessandro Andriolo
Amt für Forstplanung

Details zur Wanderung. Lies mehr!

Treffpunkt: Pemmern (Talstation Seilbahn), um 17:30 Uhr
Dauer: 2 Stunden 30 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Strecke: 4,5 km
Höhenunterschied: 519 m
Abendbrot: bei Manuela’s Jausenstation um 18:45 Uhr
Ende (Pemmern): 20:00 Uhr


13.06.2026, Ultental
Wasserkraft im Ultental: Vergangenheit und Gegenwart

Detaillierte Informationen folgen.

Jahrzehntelang trieben fossile Brennstoffe Industrie und Verkehr an und befeuerten damit die Klimakrise. Während erneuerbare Energien heute wachsen, sind die lokalen Auswirkungen ihrer Erzeugung – im Gegensatz zu den weit entfernten Schäden fossiler Brennstoffe – unmittelbar und sichtbar. Lies mehr!

In Südtirol hat die Wasserkraft eine konfliktreiche Geschichte, und im Ultental hat der geplante Bau eines neuen Pumpspeicherkraftwerks die Diskussion darüber neu entfacht, wo – oder ob – neue Energieinfrastruktur gebaut werden sollte.
Begleiten Sie uns bei unserem Walk&Talk, um diese Spannung zu erkunden: der Historiker Hannes Obermair über die Wasserkraftgeschichte des Ultentalss und der Ingenieur Thomas Egger über die Begründung des geplanten Projekts. Gemeinsam werden wir über die Abwägungen zwischen Energiebedarf und lokalen Folgen nachdenken.


11.07.2026, Eggental
Sturm Vaia und seine langfristigen Auswirkungen

Detaillierte Informationen folgen.

Im Oktober 2018 hat das Sturmtief Vaia die Landschaften vieler Täler in Südtirol und den umliegenden Regionen dramatisch verändert. Acht Jahre später sind seine Auswirkungen noch immer spürbar. Lies mehr!

Welche Spuren hinterlässt dieses Ereignis, und wie passen sich Wälder und Wildtiere in seinem Nachgang an?
Beim diesem Walk&Talk werden wir die langfristigen ökologischen Auswirkungen und Erholungsprozesse erkunden sowie die weitreichenden, miteinander verbundenen Folgen solcher Extremereignisse. Gemeinsam werden wir untersuchen, wie ein einziger Sturm dauerhafte Veränderungen auslösen kann – weit über die direkt betroffenen Gebiete hinaus.



25.04.2026, Klausen
Apfelanbau und Klima

Die Wanderung führte von Klausen nach Verdings bis zum Telfnerhof und widmete sich der Frage, welche Rolle der Obstbau im Zusammenhang mit Klimawandel und nachhaltiger Landnutzung spielt.

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Pascal Vullo vom Südtiroler Bauernbund sprach über das Potenzial von Agri-Photovoltaik. Bereits eine Überdachung von rund fünf Prozent der Obstbauflächen mit Solarmodulen könnte einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromproduktion aus erneuerbaren Energien leisten. Lizzie Foley, Doktorandin an der Freien Universität Bozen, stellte Ergebnisse ihrer Forschung zum Einfluss von Begrünungen zwischen den Baumreihen auf die Kohlenstoffspeicherung im Boden vor. Die letzte Station der Wanderung war der Telfnerhof, der 2023 zur schönsten Streuobstwiese Südtirols gekürt wurde. Luisa Menestrina von der Universität Innsbruck präsentierte Erkenntnisse aus ihrer Masterarbeit zur Wahrnehmung von Ökosystemleistungen in intensiv bewirtschafteten und traditionellen Obstgärten. Als Abschluss führte Familie Oberrauch durch ihre Streuobstwiese und verköstigte die Teilnehmer*innen mit hofeigenen Produkten.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass nachhaltig bewirtschaftete Apfelanlagen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können – etwa durch Agri-Photovoltaik, eine Verringerung des Einsatzes chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sowie durch die Reduktion von Emissionen entlang der gesamten Produktionskette, von Maschinen über Lagerung bis zum Transport.


Projekt in Zusammenarbeit mit:

Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol EO Logo

Finanziert von:

Mit Unterstützung von:

Scientists For Future South Tyrol Logo