Wir hören überall vom Klimawandel: in den Medien, von internationalen Organisationen und von Politiker*innen. Wir können ihn hier sogar selbst wahrnehmen: heißere Sommer, weniger Schnee im Winter. Doch die Veränderungen gehen weit über das Wetter hinaus. Der umfassendere soziale und ökologische Wandel, der notwendig ist, um eine gerechte und nachhaltige Zukunft aufzubauen, ist bereits im Gange – auch hier in Südtirol, auf viele sichtbare und weniger sichtbare Arten.

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie Apfelwiesen das Klima beeinflussen? Warum im Ultental neue Wasserkraftanlagen geplant sind? Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Treibhausgase über Bozen messen? Oder welche langfristigen Auswirkungen der Sturm Vaia hat?

Unsere Walk & Talk-Reihe lädt euch ein, diese Fragen genau dort zu erkunden, wo sie sichtbar werden.

Begleitet uns auf einer Reihe geführter Spaziergänge, die von lokalen Expert*innen geleitet werden und ihr Wissen mit euch teilen. Gemeinsam schauen wir uns an, wie der Klimawandel – und unsere Reaktionen darauf – bereits jetzt die Landschaft, die Wirtschaft und die Gesellschaft um uns herum prägen.



25.04.2026, Klausen
Apfelanbau und Klima

Kohlenstoffkreislauf im Apfelanbau und der kulturelle Wert von Streuobstwiesen

Treffpunkt: Bahnhof Klausen zwischen 9:30 und 9:45 Uhr
Dauer: 3 Stunden 30 Minuten

Apfelplantagen prägen die Talböden in Südtirol und sind ein Grundpfeiler der Landeswirtschaft – Sie sind Lebensgrundlage.. Lies mehr!

Apfelwiesen können zudem als Kohlenstoffsenke wirken und so zur Minderung des Klimawandels beitragen – ob Obstgärten jedoch Kohlenstoff aufnehmen oder freisetzen, hängt von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren ab, von der Bodenbewirtschaftung bis hin zur Anbaumethode. Gleichzeitig unterstützen Innovationen wie die Agri-Photovoltaik – Solaranlagen über Apfelplantagen – den Übergang weg von kohlenstoffintensiven Energiequellen und bieten Landwirten zusätzliche Einkommensmöglichkeiten.


Der intensive Apfelanbau in Südtirol bringt viele Vorteile mit sich. Doch seit Monokulturen die traditionelle Landwirtschaft ersetzt haben, stellt sich die Frage: Haben wir dabei auch etwas weniger Greifbares verloren? Welche Rolle spielen die wenigen verbliebenen Streuobstwiesen heute für den Erhalt traditioneller Bewirtschaftungsformen und für das Image Südtirols?
Begleiten Sie unseren Walk & Talk, um diese Fragen direkt vor Ort zu erkunden. Gemeinsam werden wir:

  • die wissenschaftlichen Grundlagen des Kohlenstoffkreislaufs im Apfelanbau beleuchten
  • das Potenzial und die Zielkonflikte von Agri-Photovoltaik-Systemen untersuchen
  • eine der letzten Streuobstwiesen der Provinz besuchen

Wer wird uns bei der Wanderung begleiten. Finde es heraus!

Lizzie Foley
Doktorantin UniBz

Ihre Forschung untersucht, wie Begrünungspflanzen in Südtiroler Apfelplantagen zur Aufnahme und Speicherung von Kohlenstoff im Boden beitragen können.

Luisa Menestrina
Forscherin

In ihrem Master in Umweltmanagement für Berggebiete geht es darum, wie die Menschen die Ökosystemleistungen der Apfelanlagen in Trentino-Südtirol wahrnehmen.

Details zur Wanderung. Lies mehr!

Treffpunkt: Bahnhof Klausen zwischen 9:30 und 9:45 Uhr
Dauer: 3 Stunden 30 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Strecke: 5,7 km
Höhenunterschied: 500 m
Mittagessen: 13:15 Uhr
Ende (Verdings): 14:00 Uhr
Bus nach Brixen ab Verdings: 14:02 Uhr


Projekt in Zusammenarbeit mit:

Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol EO Logo

Finanziert von:

Mit Unterstützung von:

Scientists For Future South Tyrol Logo